Menschen aus Stadt und Herrschaft Rheda in Mittelalter und Neuzeit

Cover Beiträge zur westfälischen Familienforschung 72/73

Im neuen Jahresband, oder besser Jahres-Doppelband, der Beiträge zur Genealogie und Familienforschung (Band 72/73 2014/15) stehen die Stadt und die Herrschaft Rheda im Mittelpunkt.

Das Forscherteam

Die beiden bekannten Familienforscher Jochen Ossenbrink (Gummersbach) und Christian Loefke haben einen ganze Reihe Experten um sich geschart, die mit Beiträgen zum Gelingen des Werkes beigetragen haben. Neben den bereits genannten gehörten Matthias Bonse (Velbert), Heiner Grimm und Dr. Wolfgang-A. Lewe (Rheda), Hans Jürgen Rade (Paderborn), Wolfgang Schindler (Haan) und Dr. Gereon Siebigs (Wiedenbrück) zum Forscherteam.

Zum Inhalt

Zunächst gibt Jochen Ossenbrink im ersten Teilband einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Herrschaft Rheda, bevor er in einem zweiten Beitrag die Amtsträger, wie Burgkapläne und Burgmannen, Drosten, Ministerialen und Minister, Freigrafen und Richter, Rentmeister, Vögte usw. zusammenstellt. Gemeinsam mit Wolfgang-A. Lewe vertieft er das Thema und nimmt die Ritter und Knappen als Burgmannen der Edelherren zur Lippe in Rheda und Lipperode in den Blick. Für Familienforscher von hoher Bedeutung sind die grundherrlichen Verhältnisse, die Jochen Ossenbrink für das Kirchspiel Rheda beleuchtet.

Unter dem Titel „Johanniskirche, Burgkapelle, ‚lütker Altar‘ und Romanus-lehen. Kirchen und Kapellen in Rheda und ihren Beziehungen zu Delbrück und Herzebrock“ werden die kirchlichen Verhältnisse geklärt. Hier wurde auch Domvikar Hans Jürgen Rade als Experte hinzugezogen. Der Besitz und die Rechte der Tecklenburger im nahen Delbrücker Land wird dann von Rade allein untersucht. Der Beitrag ist auch für die Entstehung des Sudhagen in Delbrück von hoher Bedeutung.

Den ersten Teilband schließt Heiner Grimm mit einem Beitrag zur Pfarrerfamilie Beventrup aus Rheda ab.

Zweiter Teilband

Im zweiten Ban steht der einstige Adelssitz und spätere Meierhof Emsmann in der ehemaligen Wiedenbrücker Emsbauerschaft im Mittelpunkt der Betrachtung. Die ritterlichen und bäuerlichen Bewohner werden vom Mittelalter bis in 19. Jahrhundert dargestellt, ebenso auch deren bürgerlichen Nachkommen, die zeitweise zahlreich in Rheda und Wiedenbrück, aber auch in Salzkotten und Rietberg lebten. Die Familien- und Hofesgeschichte wird mit der Darstellung der Besitzverhältnisse und der wirtschaftlichen Entwicklung des Hofes abgerundet. Besonderen Wert legen die Autoren Christian Loefke, Jochen Ossenbrink, Matthias Bonse und Gereon Siebigs auf die Quellensammlung. Viele Quellen werden hier erstmals ediert.

Mumperogge – Mumperow – Mumpro

Den mittelbaren Bezug zur Emsbauerschaft nutzt Wolfgang Schindler, um die neuesten Forschungen zur Isselhorster Meierfamilien Mumperogge, auch Mumperow oder Mumpro, zu veröffentlichen. Bereits die Beiträge zur westfälischen Familienforschung 63/64 (2005/2006) hatten sich schwerpunktmäßig mit dieser Familie beschäftigt.

Mit einem Beitrag zur Familie Brachum in Rheda und Wiedenbrück von Wolfgang-A. Lewe und Christian Loefke wird der 2. Teilband abgeschlossen.

Die Beiträge zur westfälischen Familienforschung, Band 72/73 (2014/2015) sind im Aschendorff Verlag in Münster erschienen. (ISSN 0067-5261 – ISBN 978-3-402-13893-9). Sie sind nur als Doppelband beziehbar und kosten 69,00 €.

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