Quellen zur jüdischen Genealogie werden nutzbar gemacht

Um die Quellen zur jüdischen Genealogie im Landesarchiv NRW Abt. Detmold besser nutzbar zu machen, haben das Landesarchiv, der Verein für Computergenealogie und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung eine Kooperation vereinbart. Anfang Februar 2017 wurde der entsprechende Vertrag von den Partnern unterschrieben.

Das Landesarchiv mit der Abteilung Personenstandsarchiv in Detmold hat eine Fülle sogenannter Judenregister archiviert. Hierbei handelt es sich um eine rudimentäre Personenstandsverwaltung, die in den preußischen Provinzen – also auch in Westfalen – bis 1874 angewandt wurde. Wie die gleichzeitig geführten Kirchenbuchduplikate mussten die jüdischen Gemeinden oder auch die christlichen Kirchen vor Ort Geburten, Eheschließungen und Tote registrieren und die so entstehenden Register jährlich den staatlichen Behörden zu übergeben. 21 Meter dieser Register lagern im Personenstandsarchiv in Detmold.

Im Rahmen der angesprochenen Kooperation stellt das Landesarchiv die Archivalien zur Verfügung, die Software für ein Datenbank bringt der Verein für Computergenealogie ein. Die Aufbereitung der Daten hat die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung in Westfalen übernommen. Diese Datenbank wird die jüdische Familienforschung in Westfalen zukünftig deutlich erleichtern. Ich werde das Projekt weiter beobachten und gelegentlich wieder darüber berichten.

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